Cannabis: Es gibt verschiedene Sorten

Äpfel sind das Obst, doch die Sorten sind vielfältig. Es gibt Boskop, Holsteiner Cox, Granny Smith, Gala, Elster… Und so vielfältig, wie es sich mit den Apfelsorten verhält, so vielfältig sind auch die Hanfpflanzen aufgestellt. Es gibt mehr als eintausend Cannabis-Sorten, die sich allesamt durch verschiedene Eigenschaften unterscheiden.

Gemeinsam haben diese Hanfsorten allerdings, dass sie zu einer der drei Familien gehören: Sativa, Indica und Ruderalis. Am beliebtesten für medizinische Zwecke sind die Sorten Sativa und Indica.

Medizinisches Cannabis ist verschreibungspflichtig

Cannabis-Laien wissen, dass es sich beim Cannabis um die Hanfpflanze handelt, doch vielmehr Wissen haben sie meistens nicht. Als Anwender von freiverkäuflichen CBD-Produkten muss man grundsätzlich auch nicht mehr wissen und dennoch schadet es nicht, etwas mehr über die unterschiedlichen Cannabis-Sorten zu erfahren. Sativa und Indica zählen zu den bekanntesten Sorten und wer hier genau hinschaut, kann wesentliche Unterschiede erkennen.

Die die dritte Sorte – Ruderalis – kommt in der Cannabis-Produktion eher seltener zum Einsatz, da sie kleine Blätter aufweist und wenige Seitenzweige produziert. Wenn es um den Einsatz von Medizinalhanf geht, werden vor allem die Cannabinoide THC und CBD gebraucht, um eine Wirkung zu erzielen. Und die finden sich sowohl in der Sativa als auch in der Indica.

Sativa, Indica und Ruderalis unterscheiden sich nicht nur im Wachstum, sondern auch hinsichtlich ihrer psychoaktiven und therapeutischen Effekte. Sativa-Sorten weisen einen höheren THC und einen niedrigeren CBD-Gehalt auf und wirken somit eher stimulierend. Bei den Indica-Sorten ist sowohl der THC- als aus der CBD-Anteil hoch. Die Wirkung zeigt sich hier beruhigend. Beide Arten sind gut für medizinische Zwecke geeignet. Verschrieben werden gern auch Kombinationen aus Sativa und Indica für eine individuelle Therapie. Je nachdem, welche gesundheitliche Herausforderung der Patient zu meistern hat.

Wichtig zu wissen ist: Medizinisches Cannabis ist in Deutschland seit dem 1. März 2017 verschreibungsfähig. Wer als Patient Cannabis auf Rezept erhalten möchte, kann von seinem Arzt ein Cannabis Medikament oder ein Rezept für medizinische Cannabis-Blüten erhalten. Auf dem Rezept muss die Cannabis-Sorte sowie die Menge angegeben werden. Die Verschreibungs-Höchstmenge liegt bei 100 Gramm in 30 Tagen. Bevor eine Behandlung mit Cannabis beginnen kann, muss eine Genehmigung der Krankenkasse vorliegen. Der Antrag darf nur in begründeten Ausnahmefällen abgelehnt werden.

Bild: pixabay.com

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