Sieben Millionen Euro für Cannabis Start-up

Wer eine Finanzierung in Cannabis nur mit einigen Staaten in den USA oder der „kifferfreudigen“ Nation Niederlande in Verbindung bringt, liegt hier völlig daneben. Auch in Deutschland schlägt die Hanfpflanze hohe Wellen und das deutsche Unternehmen Demecan konnte in diesen Tagen einen großen Erfolg verbuchen. Es überzeugte Investoren und sammelte sieben Millionen Euro Kapital ein.

In den USA und in Kanada ist die Investition in Cananbis-Unternehmen und Start-ups ein gängiges Tagesgeschäft, doch hierzulande machten noch nicht so viele Hanffirmen auf sich aufmerksam. Das hat sich jetzt geändert. Demecan ist das einzige deutsche Unternehmen, das medizinisches Cannabis in Deutschland produzieren darf.

Importeuer und Großhändler von medizinischem Cannabis

Drei Firmen – darunter Aurora und Aphria aus Kanada – haben im Mai diesen Jahres den Zuschlag für die Produktion von medizinischem Cannabis in Deutschland erhalten. Im Auftrag des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) wird Demecan bis in das Jahr 2024 mindetens 2.400 Kilogramm getrocknete Cannabis-Blüten herstellen. Demecan ist außerdem als Importeur und Großhändler von medizinischem Cannabis tätig und kann somit die gesamte Wertschöpfungskette abdecken.

Das geschätzte Marktvolumen von medizinischem Cannabis wird in Deutschland bis zum Jahr 2024 rund 1,2 Milliarden Euro betragen. Nachdem das Unternehmen jetzt in seiner Finanzierungsrunde sieben Millionen Euro von zwei Kapitalgebern einsammeln konnte, wird es ab 2020 die Bundesrepublik Deutschland mit medizinischem Cannabis beliefern.

Die Demecan Gruppe hat ihren Sitz in Berlin. Das erst 2017 gegründete Unternehmen wird den Anbau sowie die Weiterverarbeitung des Cannabis aus seiner zweiten Betriebsstätte in Dresden steuern.

Bild: pixabay.com

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