Angehörige im Altenheim öffnen sich für Cannabis

CBD im Altenheim

Als ehrenamtlich tätige Betreuerin in einem Altenpflegeheim bin ich täglich nicht nur mit dem Alter, sondern auch mit dem Leid konfrontiert. Als sich ein Berater ankündigte, der uns den Gebrauch von Cannabis erläutern wollte, waren wir alle skeptisch. Wir kannten Cannabis bisher nur als Droge, die illegal konsumiert high machen kann. Mit Drogen habe ich gar keine Erfahrungen.

Um jedoch etwas Abwechslung in den Alltag der Senioren und Mitarbeiter zu bringen, stimmten wir dem Vortrag zu. Und was wir da erfuhren, war schier unglaublich. Cannabis ist – sofern es frei vom Rausch auslösenden THC ist – legal und kann bei einer Vielzahl von Beschwerden helfen.

Da wir unseren Bewohnern nicht einfach irgendwelche Substanzen verabreichen dürfen, probierte unsere Pflegedienstleitung die Einnahme von CBD-Öl sozusagen im Selbstversuch. Sie nahm gegen ihre Migräne jeweils morgens und abends einen Tropfen – und war begeistert.

Andere Kollegen schlossen sich an, nahmen das Öl gegen Schlafstörungen, Rückenschmerzen und Wetterfühligkeit und alle (!) sprachen sich für eine deutliche Verbesserung ihrer Symptome aus.

CBD im Altenheim

Wir veranstalteten einen Info-Abend nur für die Angehörigen und Betreuer und teilten hier unsere Erfahrungen mit. Außerdem legten wir noch einmal die Fakten zu legalem Cannabis dar, weil wir merkten, dass viele Teilnehmer noch gar kein Wissen zu Cannabis und den Produkten haben. Nur ein anwesender Arzt, der wusste bestens Bescheid.

Mittlerweile gibt es etliche Angehörige, die für die Pflegeheimbewohner CBD-Öl bestellen und gute Erfahrungen damit machen. Natürlich hat jeder Bewohner im Alter mit anderen gesundheitlichen Herausforderungen zu kämpfen, doch pauschal lässt sich sagen, dass CBD die Schlafqualität der Senioren verbessert. Von zwei Bewohnern wissen wir sogar, dass der Arzt seit der Einnahme von wenigen Tropfen CBD die Schmerzmittel reduzieren konnte.

Ich teile diese Informationen mit, da sie ein Anreiz für andere Personen in der Pflegebranche sein können.

Lydia W. per E-Mail am 11. September 2019

Bild: unsplash.com

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