Hanföl statt Ritalin

Unser Sohn ist neun Jahre alt und unglaublich zappelig, unruhig und unkonzentriert. Der Kinderarzt brauche nicht lange, um eine Diagnose zu stellen: ADHS, eine Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung. Und er wollte Ritalin verschreiben, da er befürchtete, dass Joschi sonst in seiner Entwicklung zu sehr eingeschränkt würde. Denn in der Schule kann er dem Unterricht nicht folgen, er stört seine Mitschüler und sorgt für eine allgemeine Unruhe in der Klasse. Ich wollte meinen Sohn aber nicht mit Medikamenten behandeln.

In unserer Stadt gibt es eine Selbsthilfegruppe und hier konnte ich mit anderen betroffenen Eltern sprechen. Sie empfahlen mir zuerst homöopathische Mittel, doch diese brachten uns kein Stück weiter. Dann riet mir ein Vater es mit Hanföl auszuprobieren. Er notierte mit einen Anbieter und ich kaufte online ein CBD-Öl (ohne berauschendes THC, 5 Prozent). Wir warteten noch zwei Wochen, denn dann fingen die Ferien an. In den Ferien gaben wir unserem Sohn morgens einen Tropfen unter die Zunge und beobachteten sein Verhalten ganz genau. Als Eltern weiß man ja, wie sein Kind reagiert.

Mit CBD-Trofen ging es ihm besser

Wir gaben jeden Morgen einen Tropfen, konnten aber nach zwei Wochen keine Veränderung feststellen. Die Recherche im Internet half uns sehr, denn hier konnten wir uns auch mit anderen Eltern austauschen. Sie rieten uns die Dosis zu erhöhen. Wir haben ihm zwei Tropfen morgens gegeben und tatsächlich stellten wir fest, dass unser Sohn deutlich weniger hibbelig war. Er hörte länger zu, ließ sich nicht so schnell ablenken und war auch weniger laut. Wir hatten überhaupt nicht das Gefühl „ihn ruhig gestellt zu haben“, eher im Gegenteil. Wir merkten, dass er sich selbst auch wohler fühlte. Er spielte ruhig seine Spiele, hatte mehr Freude an seiner Schwester und als Joschi morgens schon mit offenem Mund zu mir in die Küche kam, erkannte ich, dass es ihm selbst mit den CBD-Tropfen besser ging.

Wir werden schauen, ob wir unserem Sohn das Öl regelmäßig geben (müssen) oder ob wir die Dosis reduzieren oder auch irgendwann einmal ganz weglassen können. Das probieren wir selbst aus. Denn da es sich um ein Naturprodukt handelt, gehen wir hier keinerlei Risiko ein.

Alexandra G. per E-Mail am 15. Oktober 2019

Bild: vschlichting – fotolia.com

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