Schweizer Verein setzt sich für Cannabis als Medizin ein

Auf seiner Webseite (https://www.medcan.ch/de/) stellt der Medical Cannabis Verein Schweiz (Medcan) umfangreiche Informationen zum Thema Cannabis und einer Anwendung für medizinische Zwecke kostenfrei zur Verfügung. Medcan setzt sich für die Interessen von Patientinnen und Patienten in der Schweiz ein, die Cannabis als Medikament einnehmen oder anwenden möchten. Außerdem informiert der Verein über die Anwendung und die Wirkung der Heilpflanze und engagiert sich in der Politik. 

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) schätzt, dass sich in der Schweiz über 100.000 Patienten illegal mit Cannabis versorgen müssen, um von den gesundheitlichen Vorteilen der Hanfpflanze zu profitieren. Bedingt durch die aktuelle Gesetzeslage sind die Anwender gezwungen, sich privat und geheim selbst zu therapieren. Medcan möchte einen Wertewandel einleiten und vernetzt somit Betroffene aller Schichten, um sich in Politik und Gesellschaft gemeinsam mehr Gehör zu verschaffen. Der Verein verfolgt das Ziel, dass Patienten in der Schweiz ohne große bürokratische Hürden einen legalen Zugang zu Cannabis erhalten. Die Qualität von Cannabis soll geprüft sein und zu einem vernünftigen Preis zur Verfügung stehen (denn die Nachfrage lässt aktuell die Preise drastisch steigen). Medcan organisiert darüber hinaus Patiententreffs, informiert über die Hanfpflanze als Medizin und gibt Betroffenen somit die Möglichkeit des Austausches untereinander. Politisch setzt sich der Verein für eine sinnvolle Cannabis-Regulierung ein.

 

Cannabis als Medizin

Menschen, die Cannabis als Medizin einnehmen, sollen über den Verein ein Gesicht bekommen. Jede einzelne Krankengeschichte führt zu mehr Transparenz und vielleicht zu einem stärkeren Bewusstsein innerhalb der Öffentlichkeit. Medcan wurde 2014 gegründet und die Mitglieder stammen aus verschiedensten Altersgruppen und gesellschaftlichen Schichten. Sie alle haben eine ganz individuelle Krankengeschichte und waren mitunter abhängig von starken Medikamenten. Sie sind täglich mit schweren psychischen und/oder physischen Beschwerden konfrontiert. Viele Mitglieder kombinieren schulmedizinische Behandlungsmethoden mit der Cannabis-Therapie.     

Bild: unsplash.com

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