Gesund mit wenig Fleisch

Die Vegetarier haben Konkurrenz bekommen. Konkurrenz in Form einer immer größer werdenden Gruppe von Menschen, die sich „Flexitarier“ nennen und sich nicht völlig fleischlos, sondern fleischarm ernähren. Wie die Vegetarier auch tun sie dies zum Schutz der Umwelt und dem Wohl der Tiere, aber vor allem ihrer Gesundheit zuliebe.

Geringeres Krankheitsrisiko, mehr Lebensqualität
Und die Medizin gibt ihnen recht. Denn längst ist bewiesen, dass der Verzehr von Rind-, Lamm- und Schweinefleisch das Krebs- und Diabetes-Risiko erhöht, Stoffwechsel-, Herz- und Gefäß-Erkrankungen wahrscheinlicher macht. Überhaupt bescheinigen Studien all jenen, die kein oder wenig Fleisch essen, eine insgesamt gute Gesundheit: Sie sind seltener krank und vitaler, bleiben im Alter länger fit und leben auch länger. Wirklich überraschend ist das nicht, schließlich leben Vegetarier und Flexitarier generell gesundheitsbewusster, achten mehr auf ihre Ernährung und Fitness, achten auf sich insgesamt. Das heißt, sie bewegen sich mehr und kümmern sich mehr um ihre ureigenen körperlichen wie seelischen Bedürfnisse – und nehmen mit der rein pflanzlichen beziehungsweise weitestgehend pflanzlichen Kost viel Gesundes, dafür aber nur wenig Ungesundes zu sich.

Weg von zu viel Fleisch: So gelingt’s

Wer wenig Fleisch und dafür viel Pflanzliches ist, versorgt seinen Körper also besser mit dem, was er wirklich braucht – und lässt dafür das weg, was ihm nicht gut tut. Soll heißen, mehr Vitalstoffe, mehr komplexe Kohlenhydrate und hochwertiges Eiweiß, umgekehrt weniger ungesunde, sprich gesättigte oder generell denaturierte Fette, weniger leere Kalorien, die den Cholesterinspiegel und Blutdruck pushen, den Organismus belasten und ihn schneller altern lassen.
Doch zugegeben: Der Wandel vom Fleisch-Fan zum Flexitarier ist nicht leicht. Ihm stehen liebgewordene, oft Jahrzehnte alte Essgewohnheiten im Weg. Aber wo ein Wille ist, geht immer was: Und so gilt es, einfach den ersten Schritt zu machen, einfach anzufangen, zum Beispiel mit einem einzelnen fleischfreien Tag pro Woche. Auf den Tisch kommen könnten die bisherigen Lieblingsbeilagen oder ein vegetarisches Pasta-Gericht, besonders pikant gewürzt und mit Kräutern verfeinert, aber auch ein Chili sin Carne – ohne Fleisch, aber dafür mit Linsen, die nicht nach weniger, sondern nach verdammt viel mehr schmecken und selbst echte Anti-Veggies zu überzeugen in der Lage sind.

Manch einer wird überrascht sein, wie lecker Vegetarisches schmecken und wie satt man auch ohne Fleisch werden, wie gut man sich nach einer solchen Mahlzeit fühlen kann – und sofort mehr fleischfreie Tage wollen. Andere indessen müssen sich mit dem Verzicht erst peu à peu anfreunden, sich Schritt für Schritt in die Umstellung hineinfinden – und werden irgendwann feststellen, dass der Verzicht auf Fleisch sich lohnt und eigentlich ein Gewinn ist, dass man fleischarm gesund und glücklich sein, gesünder und glücklicher sein kann als zuvor!

Bild: unsplash.com

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