Dopamin-Fasten: Der neue Mindset-Trend aus dem Silicon Valley

Was wie ein verrücktes, in Köpfen von Nerds entstandenes Hirngespinst klingt, ist ein von Neuropsychologen tatsächlich anerkannter, neuer Ansatz in der kognitiven Verhaltenstherapie.

Einer, der uns in unseren hektischen, reizüberfluteten Zeiten konzentrierter, produktiver und effizienter machen, unsere Arbeitsleistung insgesamt steigern soll. Dies, indem wir unser Gehirn für einen bestimmten Zeitraum jeglichen Reizen entziehen, es „fasten“ lassen und so die Produktion des erregend wirkenden Neurotransmitters Dopamin auf ein Minimum drosseln.

 

Wie es funktioniert

In der klinischen Praxis haben sich zwei verschiedene Dopamin-Fasten-Techniken bewährt. Bei der ersten wird die Reizkontrolle trainiert, indem man sich spezielle Auszeiten einräumt – etwa eine Stunde pro Tag oder einen Tag pro Woche, während denen man jenen im wahrsten Sinne des Wortes „reizvollen“, gleichzeitig aber auch als problematisch empfundenen Verhaltensweisen, zum Beispiel dem Social-Media-Konsum, bewusst entsagt. Die zweite Technik fokussiert darauf, Gewohnheiten umzukehren, indem man sich gezielt beobachtet und herauszufinden versucht, wann und wie der Drang zu „reizvollen“ Handlungen entsteht und wie man sich „überlisten“ kann, um diesem zu widerstehen und so langfristig gesehen seine Impulse zu kontrollieren.

Was es bringt

Studien zufolge zeigt Dopamin-Fasten tatsächlich Wirkung – reduziert einerseits die Tendenz des Menschen, Situationen der Ablenkung selbst herbeizuführen und fördert zum anderen seine Fähigkeit, trotz Ablenkung konzentriert zu bleiben. Kein Wunder also, dass auf diesem Wege weniger Zeit verschwendet und stattdessen sinnvoll verwendet, die Arbeitszeit produktiver und effizienter genutzt werden kann.

Dies alles, indem man den Reizen unserer Zeit nicht generell entsagt, sondern den eigenen Umgang mit ihnen kritisch betrachtet – und sich dazu entscheidet, die Dinge zu kontrollieren anstelle von ihnen kontrolliert zu werden.

Bild: unsplash.com

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