Stille – das beste Gegenmittel gegen Stress

Stille

Wir leben in einer lauten Welt und sind ständigen Reizen ausgesetzt. Wir müssen Geräusche, Bilder und Eindrücke aufnehmen, filtern und verarbeiten. Stille ist immer schwieriger zu finden, dabei ist die Ruhe nicht nur wichtig für unser Wohlbefinden und die Regeneration, sondern auch für das Gehirn. Manche Menschen reagieren empfindlicher auf Lärm als andere.

Einige fühlen Lautstärke wie Straßenlärm, Gespräche in einer Gruppe, und weitere Geräusche förmlich als körperlichen Schmerz und Wissenschaftler haben sogar herausgefunden, dass eine laute Welt krank machen kann. Lärm – und hier ist vor allem dauerhafter Lärm gemeint – kann den Blutdruck ansteigen lassen, das Stresshormon Cortisol ausschütten und zu Verspannungen führen. Wer einmal in sich hineinhorcht und genau überlegt, wann er das letzte Mal Zeit in völliger Stille verbracht hat, wird erstaunt sein, wie wenig das ist. Das Handy piept, das Radio läuft, die Umwelt ist laut – wirkliche Ruhe finden wir selten.

Genau wie zu viel Lärm zu Stress (Zellstress) führen kann, so kann Stille den perfekten Gegenpol bilden und Stress abbauen. Viele Leute haben mittlerweile die Stille als Wohltat für sich entdeckt und holen sich die Entspannung über gelebte Achtsamkeit, über Meditation, über eine Auszeit in der Natur.

Stille tut uns gut

Wer unter mentaler Erschöpfung leidet und das Gefühl hat, all die Eindrücke des Alltags stressen und belasten den Organismus, sollte sich selbst einmal Zeit in absoluter Stille gönnen. Am Anfang reicht es aus, wenn wenige Minuten am Tag bewusst still wahrgenommen werden. Vielleicht kommt einem das im ersten Moment komisch vor. Es kann sogar sein, dass der Körper zuerst mit Unruhe reagiert. Aber dieses neue Gefühl darf gerne ausgehalten werden. Denn Unruhe wird sich mit etwas Übung in Entspannung wandeln. Da unsere Ohren und Augen permanent auf Empfang sind und sich nicht abschalten lassen, ist es für das Gehirn seltsam, wenn es plötzlich nicht mehr von Reizen überflutet wird. Doch das Gehirn nimmt diese Ruhezeit gerne an und nutzt sie für das Ordnen der Gedanken, das Abspeichern von Erinnerungen, die Strukturierung komplexer Probleme und hilft uns, kreative Lösungen zu finden.

Stille beruhigt den Körper und den Geist und wer Stille in seinen Alltag integrieren möchte, sollte sich von dem Gedanken des Nichtstuns lösen. Nichtstun ist nicht negativ, es wird uns nur so suggeriert. Nichtstun beruhigt unser Nervensystem und genau das ist heutzutage wichtig.

Bild: pixabay.com

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